Ende des 19. Jahrhunderts hatte Ilanz eine grosse Bedeutung als Markt- und Handelsplatz. Die Bauern aus der ganzen Surselva brachten ihre Tiere auf die Gross- und Kleinviehmärkte und kauften Vorräte für den Haushalt ein. Ilanz erhielt als Zentrumsort Zuzug aus den umliegenden Gemeinden. Auch liessen sich einige Familien italienischer Abstammung, die den Handel mit Kolonialwaren, Stoffen und Kleidern belebten, nieder. Die katholische Wohnbevölkerung wuchs, so dass 1859 eine katholische Kirchgemeinde gegründet wurde. Zwanzig Jahre später konnte diese den ersten Gottesdienst in der neuen Kirche feiern.
In den zwanziger Jahren des 20. Jh. war Ilanz eine Stadt, die von Handel und Gewerbe, von Landwirtschaft und Transport, von der Holzindustrie und vom Baugewerbe lebte. Ilanzer Firmen wie z.B. die Chaletfabrik Bündner Oberland oder die Schlosserei Albin & Söhne erhielten Aufträge im ganzen Kanton und darüber hinaus.
Das Elektrizitätswerk Bündner Oberland nahm 1909 seinen Betrieb auf.