Die Besiedelung unserer Gegend, der Gruob, ist bereits vor Christi Geburt erfolgt. Ausgrabungen und Funde weisen altersmässig in die Bronzezeit zurück, das heisst, dass bereits 2000 Jahre vor Christus Menschen hier lebten. Die Megalithenanlage auf der Mutta bei Falera ist eine der grössten und wichtigsten Zeitzeugen in der Schweiz. Dass die Siedler sich auch auf Ilanzer Boden niedergelassen hatten, ist gut möglich, denn Ilanz liegt an einem wichtigen Flussübergang und an einem Kreuzungspunkt von Passwegen.
Im viel zitierten Testament des Bischofs Tello aus dem Jahre 765 wurde für Ilanz der Name "Iliande" gebraucht, welcher vom keltischen Ausdruck "itulanda" abgeleitet wird und soviel wie "Kornscheune" bedeutet. Mit diesem Namen wird auf die günstige Lage der sonnigen Gruob für den Anbau von Getreide hingewiesen, auf die grossen – "Quadras" genannten – Kornäcker. Vielleicht stand in Ilanz aber auch ein grosses, befestigtes Zwischenlager für Getreide.